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TRADITIONELLE DIRNDL AUS AFRIKANISCHEN STOFFEN

Noh Nee - the wearness

Bayerische Trachten aus farbenfrohen Stoffen mit afrikanischen Prints – wie gut diese einzigartige Kombination funktioniert, zeigt das Dirndl-Label Noh Nee aus München.

Marie Darouiche und Rahmée Wetterich wuchsen in Kamerun auf. Ihre Mutter arbeitete dort als Schneiderin. Kein Wunder also, dass die beiden auch einen kreativen Lebensweg einschlugen. Rahmée, die als erste der beiden Schwestern im Alter von zwölf Jahren nach Deutschland kam, arbeitete viele Jahre im Modebereich sowie Interieur Design. Ihre elf Jahre ältere Schwester Marie arbeitete schon in Kamerun als Schneiderin, bevor sie der Familie nach Europa folgte. 1992 eröffneten die Schwestern einen gemeinsamen Einrichtungsladen in München.

Noh Nee - the wearness

1) Noh Nee Co-Gründerin Rahmée Wetterich. 2)+3) Vor und im Noh Nee Store in München

Bunte Prints und traditionelle Schnitte: Das "Dirndl à l’Africaine"

Nach Jahrzehnten in Deutschland entwarf Marie das erste "Dirndl à l’Africaine" – und die Schwestern fanden endlich einen Weg, ihre Liebe zu afrikanischen Stoffen mit der Kultur ihrer Wahlheimat zu verbinden. "Als ich das erste Dirndl aus afrikanischen Stoffen gesehen habe, kam mir das erste Mal der Gedanke, dass ja ich so etwas tragen könnte! Bis zu dem Zeitpunkt habe ich noch nie ein Dirndl getragen und auch nach 35 Jahren in Bayern hatte ich eigentlich auch nicht vor, jemals eines zu besitzen," erzählt Rahmée. Das Einzelstück kommt von Anfang an so gut an, dass die beiden 2011 ein Atelier und einen Laden eröffnen. Die ersten Kreationen für Noh Nee orientieren sich am klassischen Dirndlschnitt der 50er-Jahre. Später folgen Kleider, Röcke und Mäntel mit den typischen verspielten Mustern.


Bunte Wachsprints wurden während der Kolonialzeit ein Teil der Identität des Kontinents.

Sie sind wichtiger Bestandteil des afrikanischen Looks: Die bunten Wachsprints wurden während der Kolonialzeit ein Teil der Identität des Kontinents. Für die Noh Nee Benin Kollektion, die komplett in Afrika gefertigt wird, werden ausschließlich Stoffe mit Wachsprints aus Ghana verarbeitet. Jedes Jahr reisen die Schwestern nach Afrika, um neues Material für ihre Kreationen zu finden. Das Label möchte so zu einer nahtlos fairen und transparenten Produktionskette vor Ort beitragen. Die Muster entstehen durch eine spezielle Drucktechnik: Die Muster werden mit Wachs auf Baumwollstoff aufgetragen und dann beidseitig eingefärbt. Die gleichmäßige Farbintensität ist ein wichtiges Qualitätsmerkmal hochwertiger Textilien aus afrikanischer Herstellung. „Mit den afrikanischen Stoffen“, sagt Marie, „werden die Dirndl zu einer Hommage an den Stolz der Frau, zu einem stoffgewordenen Lebensgefühl, das mit Jacken und Accessoires der eigenen Phantasie keine Grenzen setzt."

Stark für die Zukunft: Das "Project Justine"

Doch nur Mode machen ist den Schwestern nicht genug: Seit 2016 macht sich Noh Nee mit dem gemeinnützigen Verein "Project Justine" für Menschen in Afrika stark. Nach dem Prinzip "Train the Trainer" hat das Label eine Ausbildungs- & Begegnungsstätte im westafrikanischen Benin geschaffen. Dort sollen junge Menschen aus- und weitergebildet werden und ihr erworbenes Wissen dann wieder weitergeben. Gestartet ist das Projekt mit der Vermittlung des Schneiderhandwerks, weitere Disziplinen sollen folgen. Mit dem Verkauf der entstandenen Produkte in Deutschland können sie den Schneiderinnen eine gesicherte Existenz ermöglichen. So wird die Welt durch Noh Nee nicht nur bunter, sondern auch ein bisschen besser.

Making-off Noh Nee clothing
Bei der Produktion von Noh Nee Dirndln

 

Charitable Icon Handcrafted Icon Female Empowerment Icon
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